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Grundstein für neues Betriebsgebäude gelegt – Fertigstellung bis zur Saison 2012

Das Luisenburg-Ensemble verfolgte den Einschluss der Kupferkartusche (mit Bauplänen, Tageszeitungen und Programmheft der Luisenburg) im Grundstein. Symbolisch zum Hammer griffen (von links) Bürgermeister Karl-Willi Beck, Intendant Michael Lerchenberg, Dirk Bochmann von der Baufirma Kassecker, der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon, der Berliner Architekt Jörg Springer, Harald Gollwitzer von der gleichnamigen Flosser Baufirma und RegierungspräsidentWilhelm Wenning. (Bild: lpp)

 

Wunsiedel. (lpp) 15 Millionen Euro kostet der Bau des „zukunftsweisenden, innovativen“ Betriebsgebäudes der Luisenburg-Festspiele. Bürgermeister Karl-Willi Beck sprach bei der Grundsteinlegung am Freitag von einem Leuchtturm-Projekt. Der Festakt fand auf der neugeschaffenen Zufahrtsstraße statt.

Prominente Gäste waren neben Finanzminister Georg Fahrenschon Luisenburg-Intendant Michael Lerchenberg und Regierungspräsident Wilhelm Wenning. Zum Saisonauftakt 2012 soll das Gebäude nach den Plänen des Berliner Architekten Jörg Springer fertiggestellt sein. Der Festspielbetrieb laufe aber ungehindert weiter, betonten die Verantwortlichen am Freitag.

Karl-Willi Beck nannte die Erweiterung der Betriebsgebäude eine Sicherung der Festspiele für die nächsten 120 Jahre. Für rund 15 Millionen Euro entstehe ein Gebäude, das „aus der Erde sprießt“ und sich wunderbar den örtlichen Gegebenheiten anpasse. Darüber „schwebe“ das 1969 errichtete Dach des Zuschauerraums. Die Arbeiten seien nicht einfach, baue man doch auf steinigem, unwegsamen Grund, so der Bürgermeister. „Der Winter erhält von uns ein Zeitbudget, das vom 20. Dezember bis zum 28. Februar reicht, mehr nicht“, meinte Beck.

Das erfolgreiche Theaterspiel auf Deutschlands ältester Naturbühne werde derzeit in äußerst beengten, primitiven räumlichen Verhältnissen vorbereitet. „Kleinliche Gebäude beherbergen kleinliche Gedanken“, habe Rockefeller einmal behauptet. Deshalb werde mit der Verwirklichung des Anbaus Raum geschaffen für Garderobe und Technik, Maskenbildner, Schneiderei und Verwaltung.


Bayerische Gstanzln

Mitglieder des Luisenburg-Ensembles, unter ihnen die Darstellerin der „kleinen Hexe“, widmeten sich dem Bau des Betriebsgebäudes und den bisherigen, beengten Verhältnissen mit  bayerischen Gstanzln. Sie besangen die widrigen Wetterverhältnisse, die Mückenplagen und die auch im Sommer notwendige Skiunterwäsche. Regierungspräsident Wilhelm Wenning, der als Vorsitzender der Oberfrankenstiftung das Wort ergriff, brach eine Lanze für die Region und brachte Fördermittel in Höhe von rund vier Millionen Euro mit nach Wunsiedel. „Dies ist eine Investition in die Region, auch für unsere Kinder und die nächsten 100 Jahre der Luisenburg.“

Der evangelische Stadtpfarrer Jürgen Schödel aus Wunsiedel und Monsignore Heinrich Benno Schäffler baten bei der Grundsteinlegung für das Betriebsgebäude auf der Naturbühne um den Segen Gottes.

 

(Der neue Tag, 09.08.2010)

 

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